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Während der Häutung ist das gesamte Exoskelett weich und
somit leicht zu verletzen. Vogelspinnen weben sich zur besseren
Polsterung, aber auch zum Schutz vor Feinden, einen Teppich auf
den Boden, meistens in ihrer Höhle. In der ersten Phase der
Häutung legt sich die G. pulchra auf den Rücken auf ihren
gesponnenen Teppich. So bleibt sie mehrere Stunden regungslos liegen.
Der Körper bereitet sich auf die Häutung vor. Es werden
Hormone gebildet, die u.a. das gesamte Exoskelett (das Chitin) weich
werden lassen. |
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Hier gut zu erkennen sind die Falten auf dem Abdomen. Wieder durch
bestimmt Häutungshormone wird nun veranlaßt, daß
Haemolyphe (Körperflüssigkeit) aus dem Abdomen in den
Cephalothorax (Vorderkörper) gepumpt wird ... |
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... wenn man ganz genau hin schaut kann man zwischen Bild
I. und II. erkennen, daß das Abdomen in I. prall und
rund ist, in II. sieht es nun kleiner, schrumpeliger aus,
es läuft hinten spitzer zu!! |
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Durch diese Menge an Körperflüssigkeit im Vorderkörper
wird nun der Carapax quasi wie ein Deckel aufgesprengt, die Haut
um ihn rum reißt ein. Anschließend reißt auch
die Haut seitlich am Abdomen ein. |
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| Durch langsame, bestimmt auch pulsierende Bewegungen,
zieht die Spinnen nun ihre Beine und die Taster aus der alten Exuvie
(Haut). |
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| Zu diesem Zeitpunkt sind z.B. die Chelizeren und die
Augenlinsen schon gehäutet. Die Beine und teilweise das Abdomen
sind noch mit der alten Haut bedeckt. |
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| Bei der Häutung werden Neben den Augen, den Geschlechtsorganen
(wie Spermathek), den Spinnwarzen auch die Buchlungen erneuert. Daß
die Spinnen während der Häutung trotzdem atmen können
erklärt sich wie folgt: Mal wieder sind hier Hormone im Spiel.
Während das erste Paar Lungen gehäutet werden, also die
alten sich von den neuen Lungen lösen, sind diese nicht 'aktiv',
dafür aber das zweite Paar. Ist nun das zweite Paar Lungen mit
der Häutung dran, werden die schon gehäuteten neuen Lungen
wieder aktiv etc... |
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| Hier ist die Häutung so weit fortgeschritten,
daß eigentlich nur noch die letzten 2-3 Glieder der Beine in
der alten Haut sind... |
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| Von diesem 'Bein-Bündel' sind als erstes die Taster
befreit. Nun dauert es nicht mehr lange, bis auch die anderen Beine
(wobei ja die Taster nicht direkt zu den Beinen zählen) fertig
gehäutet sind.Besonders toll finde ich die nach der Häutung
weißen Chelizeren!!! Bei der G.pulchra wirklich beeindruckend!!!
(siehe auch unter Nahaufnahmen) |
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| Das meisste ist nun geschafft! Nach rund 3-5 Stunden
harter Arbeit (bei eine großen Spinne dauert es viel länger)
ist die Spinne komplett aus ihrer Haut gekommen! |
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| Noch liegt die Spinne auf dem Rücken, mit dem
Abdomen etwas auf der alten Haut. Nun beginnt die 'Bein-Gymnastik'
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... die Spinne streckt die Beine ... und beugt sie wieder
über ihrem Körper zusammen. So werden die Beinfunktionen
wieder hergestellt. |
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| Nach wenigen Minuten dreht sie sich wieder zurück
und ruht sich wohl erstmal von den Strapazen aus. |
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